Digitale Stempelkarte erstellen: in fünf Schritten ins Wallet deiner Gäste
Stand: 28.10.2026 · WafyCard, Stuttgart
Du willst eine Stempelkarte für deinen Laden und stehst vor der Frage: Vorlage ausdrucken oder gleich digital? Hier steht Schritt für Schritt, wie du eine digitale Stempelkarte erstellst, die im Apple Wallet und Google Wallet deiner Gäste liegt – Prämie festlegen, Stempelzahl wählen, Karte gestalten, QR-Code an den Tresen, Gäste einladen. Dazu Prämien-Ideen für Restaurant, Café, Bäckerei und Imbiss und die Antwort auf die Frage, wie viele Stempel bis zur Prämie sinnvoll sind.
Stempelkarte, Kundenkarte, Bonuskarte, Treuekarte – was ist gemeint?
Vier Wörter, meist eine Sache: eine Karte, die Besuche oder Einkäufe zählt und Treue belohnt. „Stempelkarte“ sagen Imbiss und Café (ein Besuch, ein Stempel), „Treuekarte“ und „Bonuskarte“ sagen Bäckerei und Einzelhandel, „Kundenkarte“ sagt, wer an Punkte je Einkauf denkt. Für dich zählt nur eines: Welche Regel versteht der Gast an der Theke in drei Sekunden? Ein Besuch, ein Stempel, bei voller Karte eine Prämie – das versteht jeder. Punkte je Bon mit Stufen und Ablaufdatum versteht fast niemand.
Diese Anleitung spricht von der Stempelkarte. Du kannst ihr genauso für eine Kundenkarte oder Treuekarte folgen – die Schritte sind dieselben, und im Wallet des Gastes trägt die Karte ohnehin den Namen deines Ladens.
Vorab: Papier, Word-Vorlage oder Wallet?
Eine Vorlage aus Word oder Canva ist in einer Stunde gemacht und am Abend gedruckt. Für einen Marktstand, ein Festwochenende oder eine Aktion über vier Wochen reicht das. Für ein Programm, das Monate laufen soll, zählen drei andere Dinge – und wer mit Papier anfängt, kann später umsteigen: Wer die Wallet-Karte speichert, bekommt den ersten Stempel geschenkt, die Pappkarten laufen aus.
- Dabei: Die Pappkarte liegt in der anderen Jacke. Die Wallet-Karte liegt neben Bordkarte und Ticket im Handy – und zieht beim Gerätewechsel mit um.
- Erreichbar: Papier kann sich nicht melden. Die Wallet-Karte bringt deine Nachricht auf den Sperrbildschirm – Mittagstisch, Aktion, Geburtstag.
- Ehrlich und sichtbar: Pappe stempelt jeder selbst, und sie sagt dir nichts. Digital stempelt nur dein Team, und du siehst aktive Karten, eingelöste Prämien und wer lange nicht da war.
Schritt 1: Prämie festlegen
Fang nicht bei der Karte an, sondern bei der Prämie – sie ist das Versprechen, das auf der Karte steht. Drei Fragen genügen: Was kostet dich wenig und bedeutet dem Gast viel? Was passt zu dem, was er ohnehin bei dir bestellt? Und was kann dein Team an der Theke in zwei Sekunden einlösen, ohne nachzufragen?
Gute Prämien sind Dinge, keine Prozente: der Kaffee, das Dessert, das Mittagsgericht, die Beilage. Sie haben Marge, lassen sich nicht mit anderen Aktionen verrechnen und fühlen sich nach Geschenk an, nicht nach Rabatt. Eine Prämie, die der Gast selbst nie bestellen würde, bindet niemanden – eine, die er sich beim nächsten Besuch sowieso gegönnt hätte, holt ihn genau für diesen Besuch zurück.
Schritt 2: Wie viele Stempel bis zur Prämie?
Die Faustregel: Ein normaler Gast muss die Karte in ein bis drei Monaten voll bekommen. Rechne mit seinem Rhythmus, nicht mit deinem Wunsch. Kommt er täglich oder mehrmals die Woche – Kaffee, Bäckerei, Mittagstisch –, sind acht bis zehn Stempel richtig. Kommt er alle zwei bis vier Wochen – Restaurant am Abend, Imbiss am Wochenende, Friseur –, sind vier bis sechs Stempel genug. Eine Karte, die ein Jahr braucht, wird nie voll; eine, die nach zwei Besuchen voll ist, verschenkt nur.
Prämien-Ideen, sortiert nach Laden – ohne Prozente, dafür mit Marge:
- Café: der zehnte Kaffee geht aufs Haus; Croissant oder ein Stück Kuchen zum Kaffee; das große Getränk zum Preis des kleinen.
- Bäckerei: ein Brot nach Wahl bei voller Karte; die Frühstückstüte am Samstag; der Kuchen des Tages zum Kaffee.
- Restaurant: Dessert oder Vorspeise nach fünf Besuchen, Hauptgericht nach acht; dazu Vorrang bei Reservierungen und der Tisch am Fenster für Stammgäste.
- Mittagstisch: der zehnte Mittagstisch gratis; Dessert oder Getränk zum Gericht; die Wochenkarte einen Tag früher aufs Handy.
- Imbiss und Döner: Getränk oder Beilage zur Bestellung; das große Menü zum Preis des kleinen; Extra-Soße oder Extra-Käse.
- Lieferung und Abholung: Dessert zur nächsten Direktbestellung; jede zehnte Direktbestellung geht aufs Haus.
- Friseur, Studio, Laden: eine Pflege oder ein Styling zusätzlich; ein Produkt aus dem Regal; früherer Zugang zu Aktionen.
Schritt 3: Karte gestalten
Im Dashboard legst du die Karte an: Logo, Farbe deines Ladens, Name, Stempelregel in einem Satz („10 Stempel = 1 Kaffee gratis“), Prämie. Nimm die Farbe, die auch an deiner Tür und auf deiner Speisekarte ist – im Wallet liegt deine Karte neben anderen, und der Gast soll sie auf einen Blick erkennen. WafyCard liefert die fertige Karte für Apple Wallet und Google Wallet aus; einen eigenen Apple-Developer-Account oder Technikkenntnisse brauchst du nicht.
Auf der Karte stehen außerdem der aktuelle Stempelstand, das Angebot des Tages und – wenn du willst – dein Direktbestell-Link. Alles davon aktualisiert sich von selbst, ohne dass der Gast etwas tun muss. Ein Tipp für den Text: kurz, konkret, in deiner Sprache. „Mittagstisch heute: Linsen mit Spätzle“ schlägt „Wir freuen uns auf Ihren Besuch“.
Schritt 4: QR-Code an den Tresen
Das QR-Poster kommt fertig aus dem Dashboard – drucken, aufstellen, fertig. Der Gast scannt den Code mit der Kamera seines Handys, tippt auf „Hinzufügen“, und die Karte liegt im Wallet; das dauert rund 20 Sekunden. Wer schon eine WafyCard von einem anderen Laden hat, scannt nur noch deinen Code. Keine App, kein Formular, keine Schlange.
Der Code gehört dorthin, wo der Gast ohnehin wartet und auf sein Handy schaut: an die Kasse, an die Ausgabe, als Aufsteller auf den Tisch. Für Lieferung und Abholung gehört er auf Bon und Verpackung – der Gast packt zuhause aus, sieht den Code und speichert die Karte. Ein Code im Schaufenster neben den Öffnungszeiten erreicht zusätzlich die, die abends vorbeilaufen. Was nicht funktioniert: ein kleiner Code unten auf der Speisekarte, den niemand sieht.
Schritt 5: Gäste einladen – und das Team
Die Karte füllt sich nicht von allein. Drei Dinge bringen die ersten Gäste: ein Startbonus – wer die Karte speichert, bekommt den ersten Stempel geschenkt –, ein Team, das beim Bezahlen einmal fragt („Sammelst du schon Stempel bei uns?“), und ein Poster, das die Prämie nennt statt der Technik. „Zehn Kaffee, einer gratis“ wirkt, „Jetzt scannen“ nicht.
Dein Team braucht eigene Zugänge: Im Thekenmodus kann es scannen, stempeln und einlösen, ohne deine Gästedaten oder Auswertungen zu sehen – mit dem eigenen Handy, ohne Tablet und ohne Kassenanbindung. Den Willkommensgruß nach dem Speichern der Karte schickt WafyCard automatisch; die erste eigene Push mit einem echten Anlass – Mittagstisch, Aktion, neues Gericht – schickst du, sobald die ersten Karten gespeichert sind. Für das Anlegen der Karte brauchst du rund 15 Minuten; danach ist das Stempeln Alltag.
Erstell deine digitale Stempelkarte in 15 Minuten
Prämie festlegen, Karte gestalten, QR-Poster drucken – zwei Monate kostenlos, keine Einrichtungsgebühr, monatlich kündbar.
2 Monate kostenlos · keine Einrichtungsgebühr · monatlich kündbar
Häufige Fragen
Kann ich eine digitale Stempelkarte kostenlos erstellen?
Bei WafyCard sind die ersten zwei Monate kostenlos – mit allen Funktionen, egal wie viele Gäste. Es gibt keine Einrichtungsgebühr, danach einen festen Monatsbetrag ohne Provision pro Gast, monatlich kündbar.
Brauche ich einen Apple-Developer-Account oder Programmierkenntnisse?
Nein. Du legst die Karte im Dashboard an – Logo, Farbe, Stempelregel, Prämie –, WafyCard liefert sie für Apple Wallet und Google Wallet aus.
Wie kommt die Karte ins Google Wallet meiner Android-Gäste?
Genauso wie beim iPhone: QR-Code scannen, auf „Hinzufügen“ tippen. Ist Google Wallet nicht installiert, bietet das Handy die Installation an – oder der Gast nutzt die Karte als Web-App im Browser.
Kann ich Design, Angebot oder Prämie später ändern?
Ja. Logo, Farbe, Angebot und Prämie pflegst du im Dashboard; die Karte im Wallet übernimmt die Änderung von selbst, ohne dass der Gast etwas tun muss.
Wie verhindere ich, dass Gäste selbst stempeln?
Gestempelt wird nur per Scan durch dich oder dein Team – mit eigenen Zugängen. Der Gast sieht seinen Stand auf der Karte, kann ihn aber nicht verändern.
Was mache ich mit den alten Papier-Stempelkarten?
Lass sie mit einer Frist auslaufen und gib jedem, der die Wallet-Karte speichert, den ersten Stempel geschenkt. So steigen die Gäste nach und nach um, ohne dass jemand seine Stempel verliert.