Lieferando-Provision sparen: so werden Plattform-Besteller zu Direktkunden

Stand: 27.10.2026 · WafyCard, Stuttgart

Jede Bestellung über Lieferando, Wolt oder Uber Eats kostet dich einen Teil der Marge – und der Gast bleibt Kunde der Plattform, nicht deiner. Die Provision komplett zu vermeiden ist unrealistisch: Die Plattform bringt dir Neukunden. Realistisch ist, die zweite Bestellung direkt zu bekommen. Hier steht, wie das mit einem QR-Code auf Bon und Verpackung und einer Karte im Wallet funktioniert – ohne Tricks und im Rahmen der Plattform-Regeln.

Warum die Plattform deinen Gast besitzt

Die Plattform kennt Adresse, Bestellhistorie und Lieblingsgericht. Du bekommst eine Bestellnummer. Bestellt der Gast nächste Woche wieder, zahlst du wieder – und wenn er gerade Lust auf Burger hat, zeigt ihm die Plattform auch deine Konkurrenz. Solange der einzige Weg zu dir über die Plattform führt, bleibt jede Bestellung eine Erstbestellung mit Provision.

Was „Provision sparen“ realistisch heißt

Nicht: Plattformkunden über die Plattform abwerben oder Preise dort anders gestalten – das verstoßen gegen die Verträge und kostet dich den Kanal. Sondern: Dem Gast, der dein Essen schon in der Hand hat, einen einfachen Weg geben, beim nächsten Mal direkt zu bestellen. Dein Bon und deine Verpackung sind dein Material – darauf gehört dein QR-Code.

Der QR-Code auf Bon und Verpackung

Der Gast packt die Tüte aus, sieht den Code: „Beim nächsten Mal direkt bestellen – erster Stempel geschenkt.“ Er scannt, die Karte deines Ladens liegt im Apple Wallet oder Google Wallet. Ab jetzt hast du einen Kanal zu ihm, den die Plattform nicht hat: Push auf den Sperrbildschirm.

Die Karte im Wallet als Rückweg

Was die Karte für Lieferkunden leistet:

  • Direktbestell-Link: Auf der Karte steht dein direkter Bestellweg – eigene Seite, Telefon oder WhatsApp.
  • Push mit Anlass: „Freitag Pizza-Abend: direkt bestellen, Dessert gratis.“ – an alle, die deine Karte haben.
  • Stempel auch für Lieferungen: Jede Direktbestellung ein Stempel, die zehnte Lieferung gratis.
  • Reaktivierung: Wer 60 Tage nicht bestellt hat, bekommt eine kleine Erinnerung – automatisch.

Rechenbeispiel

Nach Branchenrichtwerten sparen Direktbestellungen bis zu 30 Prozent Plattformgebühren. Wenn nur ein Teil deiner Stammbesteller die zweite und dritte Bestellung direkt aufgibt, ist das Monat für Monat Marge, die vorher an die Plattform ging – bei denselben Gästen. Die Provisionshöhe hängt von deinem Vertrag ab; rechne mit deinen eigenen Zahlen.

Was du nicht tun solltest

  • Keine Werbung in Plattform-Chats oder -Bewertungen – das verletzt die Regeln.
  • Keine unterschiedlichen Preise oder Lockangebote „nur ohne Plattform“ dort, wo der Vertrag Preisgleichheit verlangt – prüfe deinen Vertrag.
  • Keine Flyer mit Rabattcodes, die wie Plattform-Gutscheine aussehen. Ehrlich: „Direkt bestellen, Stempel sammeln.“

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Häufige Fragen

Darf ich Lieferando-Kunden auf meine eigene Karte hinweisen?

Auf deiner Verpackung und deinem Bon ist das dein eigenes Material. Werbung innerhalb der Plattform ist dagegen untersagt. Im Zweifel den eigenen Vertrag prüfen.

Wie viel Provision nehmen Lieferplattformen?

Das hängt vom Modell ab und steht in deinem Vertrag. Wir nennen hier bewusst keine Zahl – rechne mit deiner eigenen.

Brauche ich einen eigenen Online-Shop?

Du brauchst einen direkten Bestellweg: eigene Bestellseite, Telefon oder WhatsApp. Der Direktbestell-Link auf der Karte führt dorthin.

Funktioniert das auch mit Wolt und Uber Eats?

Ja, das Prinzip ist bei allen Plattformen gleich: QR auf Bon und Verpackung, Karte im Wallet, zweite Bestellung direkt.

Wie schnell merke ich den Effekt?

Die ersten Karten speichern Gäste mit der nächsten Lieferung. Nach vier bis sechs Wochen siehst du im Dashboard, wie viele direkt bestellt haben.

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